
Ayurveda ist eine indische Lehre, die sich mit den Umständen des Lebens befasst. Im Ayurveda befasst man sich mit Fragen aus unterschiedlichen Bereichen wie Psychologie, Medizin, Physiologie, Pharmakologie, allgemeinen Lebensumständen (Tagesroutinen), bestimmten Lebensphasen (Schwangerschaft, Alter, Krankheit) und viele weitere.
Um einen kleinen Einblick in die Lehre zu geben, werden wie folgt Bereiche angesprochen, auf denen unsere Empfehlungen aufbauen.
Die Wirkprinzipien von Bewegung, Veränderung und Stabilität nehmen in unserem Körper im Kleinen und im Großen Raum ein. In jeder Zelle finden Prozesse von Ein- und Austritt (Bewegung), von Stoffwechsel und von Aufbau von Struktur statt.
Es gibt eine Grundkonstitution, mit der der Mensch zur Welt kommt. Maßgeblich für diese Konstitution sind seine Anlagen, die Art und Weise, wie die Schwangerschaft der Mutter und die Geburt verlaufen sind und der Zeitpunkt der Geburt. Doch das Leben verändert und formt den Menschen und wir betrachten in einer Beratung die zu behandelnde Person im dynamischen Prozess seines Lebens und in seinem momentanen Zustand.
Ayurveda geht davon aus, dass die fünf Elemente Raum/Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde in unserem Körper und unserer Nahrung enthalten sind.
Aus dem jeweiligen Zusammenspiel der Elemente bekommt alles in uns und um uns herum seine spezifische Eigenschaft.
Eine große Bedeutung hat Agni, das Verdauungsfeuer im Ayurveda. Es gibt dem Körper Wärme, spaltet die Nahrung auf und wandelt sie um und hilft uns, uns gegen Fremdeinflüsse (Krankheiten) zu verteidigen (Bezug zum Immunsystem).
Unser Agni ist eine bewegte Energie, die auf äußere und innere Einflüsse reagiert.
Wir kennen alle die Auswirkungen von Stress, Trauer oder Wut auf unsere Physiologie oder unseren Appetit. Das Leben ist in Bewegung und so auch unser Stoffwechsel. Manchmal pflegen wir unzuträgliche Verhaltensweisen und unser Agni wird schwach.
In solchen Fällen können die Dinge, die wir aufnehmen, Nahrungsmittel oder auch Sinneseindrücke, nur ungenügend verdaut werden. Sie werden sich ansammeln, da sie zum Ausscheiden nicht ausreichend verarbeitet wurden. Es entsteht "Ungekochtes", das wir unter Schlacken verstehen bzw. was im Ayurveda Ama genannt wird.
Ama hat die Eigenschaften kalt, feucht, schwer, übel riechend und unrein. Es verursacht Steifheit und Schwere im Körper.
Ama, also Unverdautes im Körper, aber auch in unseren Gedanken und dem Emotionalkörper, reduziert man durch Fasten, Reinigen, Abführen und bestimmte Gewürze und Kräuter. Diese Verhaltensweisen kennen viele Kulturen, die Fastenzeit, Zeit für Rückzug und Erholung, ob es der heilige Sonntag ist oder die Fastenzeit vor Ostern. Dies ist also auch der Hintergrund für die Anwendungen von Massage und Schwitzbädern oder dem Trinken von unterstützenden Kräuter – und Gewürztees.
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